Zum Inhalt springen

Gründungsprojekt · seit 2025

MAUTZI. Technologie, die zuhört.

Ein KI-gestütztes Assistenzsystem für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Läuft auf dem Tablet und wird vor allem per Sprache bedient.

Status
Prototyp, mit Bewohnerinnen und Bewohnern getestet
Rolle
Mitgründer · Technologiekonzept · Datenmodellierung
Zeitraum
Seit 2025, Gründungsstipendium der NBank im Januar 2026

Der Case in 60 Sekunden

Problem
In Pflegeeinrichtungen bleibt wenig Zeit für Gespräche und Beschäftigung.
Zielgruppe
Bewohnerinnen und Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen.
Team und Förderung
Gründungsteam mit Josephine Schulz, gefördert über das Gründungsstipendium der NBank.
Zentrale Entscheidung
Bedienung vor allem über Sprache, damit auch Menschen mit wenig Technikerfahrung zurechtkommen.
Status
Funktionierender Prototyp, mit Bewohnerinnen und Bewohnern getestet.
Wichtigste Limitation
Noch kein Regelbetrieb, deshalb keine Wirkungsmessung.

Was ist MAUTZI

MAUTZI ist ein sprachgesteuerter Begleiter für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Auf einem Tablet erscheint eine animierte Katze, mit der man einfach spricht. Sie unterhält sich, spielt Bingo oder Memory, erinnert an Termine und ans Trinken und beantwortet Fragen zu Wetter und Nachrichten.

Das Ziel ist weniger Einsamkeit und mehr Aktivität im Alltag, dazu eine Entlastung des Pflegepersonals. Das Tablet kommt vorkonfiguriert in die Einrichtung und braucht keine Einrichtung vor Ort.

  1. Du. Hallo MAUTZI, was können wir heute machen?
  2. MAUTZI. Gern. Möchtest du eine Runde Bingo spielen oder lieber das Wetter hören?
  3. Du. Erinnerst du mich ans Trinken?
  4. MAUTZI. Mache ich. Ich sage alle zwei Stunden Bescheid.
  5. Du. Wie wird das Wetter heute?
  6. MAUTZI. Heute bleibt es trocken, am Nachmittag kommt die Sonne raus.
Beispieldialog, so läuft ein Gespräch mit MAUTZI ab

Ausgangslage

In Pflegeeinrichtungen ist die Zeit für Gespräche knapp. Das haben uns Leitungen und Pflegefachkräfte vor Ort übereinstimmend beschrieben. Digitale Angebote scheitern oft an Touchscreens, Menüs und kleiner Schrift.

Meine Rolle

Ich bin seit 2025 Mitgründer von MAUTZI, gemeinsam mit Josephine Schulz. Die Idee kam uns im Studium, unter anderem durch unsere Arbeit bei Enactus, unsere Begeisterung für KI und den Kontakt zu unseren Großeltern.

Ich verantworte Technologiekonzept, Datenmodellierung und Weiterentwicklung und habe den Prototyp selbst mitentwickelt. Josephine verantwortet Produktkonzeption und Nutzererlebnis. Im Januar 2026 kam das Gründungsstipendium der NBank dazu.

Vorgehen

Früh haben wir mit Leitungen und Pflegefachkräften gesprochen. Die wichtigste Rückmeldung war eindeutig, ein System hilft nur ohne zusätzlichen Aufwand für das Personal.

MAUTZI läuft als Tablet-Anwendung im Kiosk-Modus, eine animierte Katze verkörpert den Assistenten. Ein Knopf startet das Gespräch, danach übernimmt die Sprachaktivitätserkennung.

Den Prototyp haben wir vor Ort mit Bewohnerinnen und Bewohnern getestet.

Konkrete Ergebnisse

Ein funktionierender Prototyp mit freien Gesprächen, Terminen, Wetter, Nachrichten, Mediathek, Sprachspielen wie Bingo und Memory und einer Trinkerinnerung.

Meine Bachelorarbeit hat vier Nutzungsszenarien als Service Blueprints modelliert und daraus neun Gestaltungsanforderungen abgeleitet.

Learnings

Die Gespräche vor Ort haben die Entwicklung geprägt. Als Nächstes kommen die durchgängige Sprachbedienung, eine Rückmeldung bei Netzausfall und die Erprobung im Betrieb einer Einrichtung.

Werkzeuge und Methoden

  • OpenAI Realtime
  • Vosk
  • Whisper
  • Gemini
  • React
  • Python

Wichtigste Erkenntnis

Nähe zur Zielgruppe schlägt jede Annahme am Schreibtisch. Die beste Schnittstelle ist die, die niemand lernen muss.